Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Widerrufsrecht kann übertragen werden

Ein Verbraucher darf das Recht, einen Darlehensvertrag zu widerrufen, auf einen Dritten übertragen. Allerdings muss der Kunde dann zugleich seine künftigen Rückabwicklungsansprüche abtreten, die durch einen Widerruf entstehen. Das hat der Bundesgerichtshof am 11. September 2018 (Az. XI ZR 125/17) entschieden. Ob der Dritte ebenfalls Verbraucher ist, spielt keine Rolle. Nach einem Widerruf durch den Dritten kann der Darlehensnehmer allerdings gegen den Rückgewähranspruch der Bank nicht aufrechnen, da er seine eigenen Rückgewähransprüche im Voraus an den Dritten abgetreten hat. Der Kreditnehmer ist deshalb darauf angewiesen, dass der Dritte ihn von den Forderungen der Bank freistellt. Bei Insolvenz des Dritten hat der Darlehensnehmer das Nachsehen.

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