Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Ohne Gebot geht es nicht

Wenn die Zwangsversteigerung eines Grundstücks auch im zweiten Termin ergebnislos bleibt, ist das Verfahren gemäß § 77 Abs. 2 Zwangsversteigerungsgesetz aufzuheben. Wie der Bundesgerichtshof (BGH) mit Urteil vom 7. Juni 2018 (Az. V ZB 67/17) entschieden hat, bedeutet Ergebnislosigkeit, dass entweder niemand bietet oder jedes Gebot ohne Widerspruch zurückgewiesen wird. In solchen Fällen kann eine Versteigerung nicht gelingen. Anders verhält es sich, wenn zwar ein Gebot abgegeben wird, das Gericht aber keinen Zuschlag erteilt. Denn das muss nicht bedeuten, dass die Versteigerung zum Scheitern verurteilt ist. Die Versagung des Zuschlags kann nämlich auch auf einem Fehler des Gerichts beruhen oder durch einen Schutzantrag des Schuldners erzwungen worden sein.

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