Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Wann die Hauptforderung verjährt

Wenn ein Schuldner rechtskräftig zur Zahlung einer Forderung verurteilt wurde, obwohl dieser Anspruch gegen ihn verjährt war, kann auch der Bürge sich in der Regel nicht mehr mit dem Argument verteidigen, die Forderung gegen den Schuldner, die so genannte Hauptforderung, sei verjährt. Mit der Verurteilung des Schuldners beginnt eine neue Verjährungsfrist, die 30 Jahre dauert. Der Verjährungseinwand bleibt dem Bürgen nur dann erhalten, wenn der Schuldner es versäumt hat, sich gegenüber dem Gläubiger auf Verjährung zu berufen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs hervor (Urteil vom 14. Juni 2016, Az. XI ZR 242/15).

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