Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Bei weichen Kosten ist keine Prozentangabe nötig

Wer sich an einer Kapitalanlagegesellschaft beteiligt, muss im Prospekt darüber informiert werden, in welchem Umfang die Einlage nicht in das Investitionsobjekt fließt, sondern für Aufwendungen außerhalb der Anschaffungs- und Herstellungskosten verwendet wird. Der Anleger darf nicht gezwungen sein, diese so genannten weichen Kosten erst durch den Vergleich mehrerer Zahlen zu ermitteln. Gleichzeitig ist es aber nicht erforderlich, dass der Prospekt angibt, wie viel Prozent des Anlagebetrags die Weichkosten ausmachen. Es genügt, wenn der Anleger diesen Anteil mittels eines einfachen Rechenschritts feststellen kann (Bundesgerichtshof, Urteil vom 3. November 2015, Az. II ZR 270/14).

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