Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Ansprüche bleiben auch nach elf Jahren bestehen

In einer notariellen Urkunde erkannte der Kunde seine Pflicht zur Darlehensrückzahlung an und unterwarf sich der sofortigen Zwangsvollstreckung. Nachdem die Bank die Immobilie des Kunden verwertet hatte, unternahm sie elf Jahre lang nichts mehr. Als sie dann im Jahr 2010 die Zwangsvollstreckung fortsetzen wollte, wehrte sich der Kunde und hielt ihr entgegen, die Ansprüche seien verwirkt. Damit hatte er beim Oberlandesgericht Köln (Urteil vom 18. Dezember 2013, Az. 13 U 10/13) keinen Erfolg. Bei einer Verjährungsfrist von 30 Jahren, wie sie für titulierte Ansprüche vorgesehen ist, tritt die Verwirkung nicht schon nach elf Jahren ein. Zudem konnte die bloße Untätigkeit der Bank nicht die Überzeugung des Kunden hervorrufen, er bleibe endgültig von Beitreibungsmaßnahmen verschont.

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