Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Trojaner - Betrug mittels Rücküberweisung

Der Onlinebanking-Account einer Kundin wies ein Guthaben aus, das um 9.000 Euro höher war als erwartet. In der Anmeldemaske las sie, sie habe versehentlich 9.000 Euro transferiert bekommen und solle den Betrag auf das Konto eines Herrn N. zurücküberweisen. Das tat die Kundin unter Verwendung einer TAN. Kurze Zeit später zeigte sich, dass ihr ein Trojaner die Fehlüberweisung vorgegaukelt hatte. Daraufhin focht die Kundin ihre Überweisung wegen arglistiger Täuschung an und verklagte die Bank. Sie hatte jedoch keinen Erfolg (Landgericht Karlsruhe, Urteil vom 23. Mai 2014, Az. 20 O 24/13).

Das Kreditinstitut haftet nicht nach § 675u Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), da die Kundin die Zahlung autorisierte. Auch eine Anfechtung war nicht möglich. Denn die Kundin wurde nicht von ihrem Geldhaus, sondern von einem Dritten getäuscht, ohne dass die Bank dies wusste oder wissen musste.

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