Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Bank haftet nicht für Fehler des freien Beraters

Eine Direktbank führte für Kunden, die ihr von einem Anlageberater vermittelt worden waren, Tagesgeldkonten mit überdurchschnittlich hohen Zinsen. Die Kunden mussten gleichzeitig ein Depotkonto bei ihr eröffnen. Der Anlageberater erstattete der Bank ohne Wissen der Kunden einen Teil der Guthabenzinsen und beriet die Kunden bei der Anschaffung von Wertpapieren. Für den Misserfolg der Geldanlagen wollten die Kunden auch die Direktbank haftbar machen. Fehler des selbstständigen Anlageberaters braucht die Bank aber nicht zu büßen. Er ist nicht ihr Erfüllungsgehilfe, da sie „Execution only“ anbietet und keine eigenen Beratungspflichten hat. Sie muss den Kunden nur warnen, wenn die Fehler des Anlageberaters evident oder ihr bekannt sind (Bundesgerichtshof, Urteil vom 4. März 2014, Az. XI ZR 313/12).

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