Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Zertifikat mit Verlustrisiko

Wenn ein Anleger den Wunsch äußert, „Ertrag zu generieren“, bringt er damit zum Ausdruck, dass er einen Verlust ausschließen wolle. Ein Zertifikat, bei dem die Rückzahlung des Nennbetrags davon abhängt, dass ein Börsenindex während der Laufzeit stets oberhalb eines bestimmten Wertes bleibt, eignet sich für einen solchen Kunden nicht. Auch darf der Berater das Risiko, dass ein Index auf 50 % seines Ausgangswerts oder noch darunter fällt, angesichts regelmäßig wiederkehrender Wirtschaftskrisen nicht als rein theoretisch bezeichnen. Sonst haftet die Bank auf Schadensersatz (OLG München, Urteil vom 5. Juli 2011, Az. 5 U 1843/11).

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