Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Depotbank: Churning verhindern

Von Rechtsanwalt Dr. Claudius Arnold

Ein Vermögensverwalter verursachte seinem Kunden innerhalb eines Jahres hohe Kosten und Verluste durch übermäßig häufige Optionsschein-Geschäfte (Churning). Die Depotbank beteiligte den Vermögensverwalter an ihren Gebühren. Nach Ansicht des Kammergerichts in Berlin (Urteil vom 14. Juni 2010, Az. 24 U 12/08) hätte die Bank den Kunden auf die Indizien für die Missbräuchlichkeit der Geschäfte hinweisen und ihm so die Möglichkeit verschaffen müssen, die Geschäfte zu unterbinden. Denn mit der Kick-Back-Vereinbarung reizte sie den Vermögensverwalter zusätzlich an, die Zahl der Geschäfte zu erhöhen. Ob der Kunde über die Kick- Backs informiert war, spielt keine Rolle. Die Bank hat dem Kunden den Schaden aus den Geschäften zu ersetzen.

Veröffentlichung lesenpdf

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.