Blaich und Partner Rechtsanwälte mbB

Lehman-Zertifikat: fehlerfrei beraten

Von Rechtsanwalt Dr. Claudius Arnold

Ein Chefarzt, der Erfahrungen mit Aktien und geschlossenen Immobilienfonds hatte, kaufte im Jahr 2006 nach Beratung durch seine Bank ein Indexzertifikat, ausgegeben von einer Tochtergesellschaft der Investmentbank Lehman Brothers. Verzinsung und Rückzahlung des angelegten Betrags hingen von der Entwicklung des Nikkei 225 ab. Nach der Insolvenz von Lehman verlangte der Kunde Schadensersatz von der Bank und behauptete, falsch beraten worden zu sein. Das Landgericht Landshut (Urteil vom 8.1.2010, Az. 21 O 2252/09) wies die Klage ab. Wenn der Kunde die Erläuterungen des Beraters nicht verstand, hätte er nachfragen müssen. Der Gewinn in Höhe von 3 %, den die Bank erzielte, weil sie das Papier mit einem Preisabschlag erworben hatte, ist keine Rückvergütung, über die der Kunde aufgeklärt werden muss.

Veröffentlichung lesenpdf