Täuschung durch Makler

Versicherer kann Vertrag anfechten

Der Makler des Versicherungsnehmers (VN) gab im Antrag auf eine Gebäudeversicherung das Baujahr der Immobilie wissentlich falsch an, nämlich mit 1998 statt 1958. Der VN unterzeichnete im September 2010 den Antrag, ohne den Fehler zu bemerken. Als die Ehefrau des VN dem Versicherer (VR) im Jahr 2016 einen Wasserschaden meldete, nannte sie das richtige Baujahr. Der VR focht daraufhin den Versicherungsvertrag wegen arglistiger Täuschung an und verweigerte die Deckung. Wäre dem VR bekannt gewesen, dass die Ableitungsrohre älter als 40 Jahre waren, hätte er einen Risikoaufschlag verlangt. Das Oberlandesgericht Saarbrücken (Urteil vom 15.5.2019, Az. 5 U 60/18) gab dem VR recht. Der VN muss sich die Schummelei des Maklers zurechnen lassen, da sie ihm bei sorgfältiger Lektüre des Antrags nicht entgangen wäre.

Autor: Dr. Claudius Arnold

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