Falschberatung durch Makler

Versicherungsnehmer trägt die Beweislast

Der Versicherungsnehmer (VN) wechselte mit Hilfe eines Maklers den privaten Krankenversicherer. Bei der Erläuterung der Gesundheitsfragen des neuen Versicherers (VR) soll der Makler gesagt haben, der VN brauche nur die Operationen aus dem letzten Jahr zu erwähnen. Nachdem der neue VR den Versicherungsvertrag wegen unvollständiger Angaben angefochten hatte, verklagte der VN den Makler auf Schadensersatz, jedoch ohne Erfolg. Zwar hatte der Makler es versäumt, das Beratungsgespräch schriftlich festzuhalten. Das führt hier aber, anders als sonst, nicht zu einer Beweislastumkehr. Denn die Gesundheitsfragen ergaben sich schon aus dem Antrag und brauchten nicht mehr dokumentiert zu werden. Der VN hätte die angebliche Falschberatung also beweisen müssen. Das ist ihm nicht gelungen. So entschied das Oberlandesgericht Hamm im Beschluss vom 5.12.2018 (Az. 20 U 146/18).

Autor: Dr. Claudius Arnold

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