Kapitalanlage - Schaden entsteht schon mit Vertragsschluss

Ein Kunde beteiligte sich auf Empfehlung seiner Bank an zwei geschlossenen Fonds. Das Geldhaus klärte ihn nicht darüber auf, dass es neben dem Agio eine Rückvergütung aus der Beteiligungssumme erhielt. Davon erfuhr der Kunde erst Jahre später. Er verklagte das Kreditinstitut auf Schadensersatz durch Rückabwicklung der Kapitalanlage. Das Urteil, das der Klage stattgab, wurde vom Bundesgerichtshof (BGH) mit Beschluss vom 26. März 2019 bestätigt (Az. XI ZR 372/18). Ob die Beteiligungen ihr Geld wert waren, spielt keine Rolle. Bei der Verletzung von Aufklärungspflichten stellt schon der Vertragsschluss für sich allein einen Vermögensnachteil dar. Der Schaden entsteht sofort, selbst wenn der Anleger das Geschäft noch widerrufen oder anfechten kann.

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