Bank muss Bereitstellungszinsen zurückzahlen

Für ein Darlehen von 170.000 Euro hatte ein Bankkunde bis zur Auszahlung jährlich drei Prozent Bereitstellungszinsen zu entrichten. Er nahm den Kredit nicht ab und zahlte im Verlauf von zehn Jahren knapp 49.000 Euro Bereitstellungszins an das Geldhaus. Nachdem er im Mai 2016 den Darlehensvertrag wegen einer falschen Widerrufsbelehrung widerrufen hatte, verklagte er das Institut auf Rückzahlung und bekam vom Landgericht Stuttgart am 12. April 2018 recht (Az. 12 O 335/17). Das Kreditinstitut hatte keinen aufrechenbaren Gegenanspruch, denn § 346 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) billigt einer Bank nach Widerruf einen Wertersatz nur dann zu, wenn sie das Darlehen ausgezahlt und dem Kunden damit die Kapitalnutzung ermöglicht hat.

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