Die Aufstockung ist widerruflich

Wenn ein Geldhaus mit einem Verbraucher nach Ablauf der Zinsbindungsfrist neue Konditionen für ein Immobiliardarlehen vereinbart und gleichzeitig die Kreditsumme erhöht, ist nur die Kreditaufstockung gemäß § 495 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) widerruflich, nicht auch die Konditionenänderung. Denn der Kunde erhält ein neues Kapitalnutzungsrecht nur in Höhe der Darlehensausweitung. Belehrt die Bank den Verbraucher mit den Worten, er könne „die Vertragserklärung“ widerrufen, ist nur die Darlehenserhöhung gemeint. Das Institut bietet dem Kunden damit kein vertragliches Recht zum Widerruf der Konditionenänderung an. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 23. Januar 2018 (Az. XI ZR 359/16).

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